Wie sind eure Zeichen?

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Wie sind eure Zeichen beim Baseball oder Softball?

Es ist manchmal etwas schwierig mit den Signs; die besten Systeme sind einfach und sollten sich leicht einprägen lassen, aber zu einfach ist auch nicht gut, denn dann können die Zeichen vielleicht während des Spiels geklaut werden. Mehr als ärgerlich, wenn deswegen ein Spielzug oder sogar das ganze Spiel verloren geht.

Die Zeichensprache beim Baseball

Wie kann man also ein gutes Zeichensystem implementieren?

Zeichen beim Baseball
Third Base Coach giving signs

Ein einfaches und sicheres System ist eins mit einer Anzahl von Berürungen an einer vorab bestimmten Stelle an Bekleidung oder Körper des Coaches.  Diese Stelle zu bestimmen ist wichtig und man nennt sie deshalb den Hotspot.

Aber der Reihe nach, man muss eine bestimmte Reihenfolge einhalten, sonst wird es entweder zu unübersichtlich oder die gegnerische Manschafft kann die Zeichen „lesen“ und Gegenmaßnahmen durchführen.

Man braucht also eine ganze Zeichenfolge:  Einen Startpunkt, einen Hotspot, einen Endpunkt und vielleicht noch ein Zeichen für das Ungültigmachen der gegebenen Zeichen.

Der Startpunkt heisst Indicator, den Begriff kennen die meisten schon. Gemeint ist der Teil des Körpers, der Cap oder Uniform, deren Berührung die „Live“ Zeichen auslöst. Live heisst in dem Fall, dass die nächsten Zeichen ab sofort gelten.

Am einfachsten kann man sich das wie eine Ampel vorstellen. Man steht an der roten Ampel und schaut sich den Coach an, während er alle möglichen Zeichen durchgeht und abgibt.

Zack, sobald er den Indicator berührt,  ist die Ampel auf Gelb gesprungen, also aufgepasst, jetzt kommt vielleicht das Zeichen. Berührt er den Hotspot? Und falls ja, wie oft? Das wäre dann die Zeichenfolge.

Die läuft dann folgendermaßen ab: als Beispiel sagen wir mal, der Indicator ist das rechte Handgelenk, der Hotspot das Gesicht und der Endpunkt ist rechter Ellbogen.

Für unsere Zeichen nehmen wir mal ein paar gängige und bekannte Spielzüge wie den Bunt, den Hit and Run und den Steal.

Einfach bis jetzt, oder? Für den Bunt legen wir als Beispiel eine Berührungen fest, für Hit and Run zwei Berührungen und für Steal dreimal.

Jetzt kanns losgehen. Wir probieren mal einen Steal: Runner auf 1 muss genau wie der Batter auf die Zeichenfolge von einem designiertem Zeichengeber nehmen, sei es der 3.Basecoach, Manager im Dugout oder wie auch immer.  Sagen wir mal, dass die Signs wie üblich  vom Thirdbase Coach kommen. Er berührt Nase, Kappe, Ohr, Bein, Brust, Bauch, linkes Handgelenk.

Jetzt hat er den Indicator berührt, was kommt jetzt? Vielleicht Schulter, Ellbogen, Bauch und linker Ellbogen. Was war das Zeichen? Richtig, noch gar nichts, weil wir das Gesicht als Hotspot festgelegt hatten.

Beim nächsten Pitch berührt er wieder Nase, Kappe, Ohr, dann linkes Handgelenk. Der Zeichennehmer muss jetzt genau aufpassen- was kommt jetzt? Der Coach berührt dann Ohr, Nase, Kinn und dann den linken Ellbogen.

Jetzt erst ist das Zeichen LIVE, alle Bedingungen sind erfüllt. Indicator, Hotspot, Endpunkt. Der Steal ist ON, die Ampel auf Grün.Sobald der Pitcher in seinen Windup geht, versucht der Runner von 1 das 2. Base zu klauen, um seiner Mannschaft zu helfen.

Man kann das Ganze natürlich noch verfeinern, wichtig ist erst einmal, das System zu verstehen, um den Prozess zu trainieren und dann im Spiel richtig ausführen.

Merke folgende Faktoren:

  • Unbedeutende Zeichen: zur Ablenkung
  • Indicator: Startpunkt des Zeichens
  • Hotspot: Anzahl der Berührungen des Hotspots gibt den Spielzug vor
  • Endpunkt: erst danach ist der Spielzug aktiv (gültig)
  • Unbedeutende Zeichen: weitere Berührungen zur Ablenkung des Gegners, damit er die Live Zeichen nicht „lesen“ kann

Ungültig machen bzw. Abwisch-Zeichen des Coaches oder Bestätigungs-Zeichen der Spieler, zum Beispiel beim Squeeze Play, lassen wir erst einmal weg.

Das wars erstmal, denkt euch mal ein paar  Indicator, Hotspots und Endpunkte aus.

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